Monatsnotiz

Monatsnotiz November 2019 – diesmal mit Musik und Sport

Tisch mit Weihnachtskarten und Kaffeetasse

Nichts ist, wie es früher war,
und dir ist egal warum
Die Welt will dir ein Rätsel sein,
und sie schleudert dich herum und du schlägst
mit einem mächtigen Flügelpaar

Erstaunlich. Als ich anfing, diese Monatsnotiz zu verfassen, war ich sicher, dass es nicht besonders viel zu berichten gibt. Nachdem ich nun aber ein paar Minuten investiert und darüber nachgedacht habe, was so passiert ist, kommt deutlich mehr zusammen, als ich annahm. Vielleicht rührt daher mein zunehmend gefrustetes Grundgefühl und mein stetig wachsendes Bedürfnis nach einer Auszeit – mit anderen Worten: Ich bin langsam reif für die Weihnachtspause.

Rückblick: Veranstaltungen, Veranstaltungen …

E-Learning-Konferenz

Der Rückblick ist veranstaltungslastiger, als ich gedacht hätte. Am Anfang des Monats stand direkt unsere eigene E-Learning-Konferenz, für die wir Markus Deimann als Keynote-Speaker gewinnen konnten (Slides und Manuskript hier). In der Vergangenheit hatte die Konferenz teilweise sehr große Formen angenommen, mit Kooperationen mit dem Hochschulforum Digitalisierung oder E-Learning NRW und fast 200 Teilnehmer*innen. Ursprünglich ist sie jedoch als Vernetzungs- und Fortbildungsveranstaltung für unsere eigenen Lehrenden gedacht, und das war sie dieses Jahr auch wieder.

Campus Innovation

Als nächstes folgte die Campus Innovation in Hamburg mit AfterwOERk-Podcastaufzeichnung am Vorabend. Die Campus Innovation reizte mich, seit ich im Hochschulbereich arbeite. Als ordentliche Studentin der Uni Hamburg konnte ich sogar kostenlos teilnehmen, und da ich mal wieder auf eigene Kosten reiste, habe ich diesen Vorteil gerne genossen. Einen kleinen Einblick in die Konferenz gibt Gabi Reinmann hier. Besonders von Julian Nida-Rümelin war ich ein wenig beeindruckter als sie; einerseits, weil mich sein „humanistischer Optimismus“ begeisterte, und andererseits, weil mich seine Vortragskunst komplett in den Bann zog. Ich glaube, er hat in anderthalb Stunden kein einziges Mal „Ähm“ gesagt – das habe ich mir prompt als Fernziel für meine eigenen Präsentationen genommen.

Beim AfterwOERk sprach Christian Friedrich mit Lars Zimmermann; die Aufzeichnung gibt es hier. Da ich persönlich mich im Bereich Openness am besten mit Open Access auskenne, war es vor allem sehr spannend, einen ganz anderen Blick auf Openness kennenzulernen. Wenn Lars Zimmermann „Openness“ sagt, hat er, glaube ich, ganz andere Bilder im Kopf als ich, und diese unterschiedlichen Sichtweisen treffen vermutlich auf viele in der CommunityTM zu.

Open-Access-Workshops

In der Woche danach gab es bei uns an der FH einen Tag mit Workshops zum Thema Open Access für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die unsere Bibliothek zusammen mit der Universitätsbibliothek Bielefeld organisiert hat. Bereits letztes Jahr haben wir im Rahmen der International Open Access Week zusammen Veranstaltungen durchgeführt, die leider wenig Besucher*innen fanden. Umso mehr freute es uns, dass dieses Jahr wirklich viele Teilnehmer*innen kamen, darunter hauptsächlich Studierende.

Strategieworkshop

Direkt am folgenden Tag besuchte ich einen Strategieworkshop, den das Projekt [bridge] durchführte. Die Veranstaltung endete mit einer sehr gut umgesetzten Fishbowl-Diskussion, die jedoch inhaltlich einen gewissen Frust bei mir hinterließ. Ich will es mal so sagen: Es zeugt von einer gewissen kognitiven Dissonanz, wenn einerseits Nachhaltigkeit in Projekten gefordert wird, und andererseits bestimmte Themen, die als Daueraufgaben betrachtet werden könnten, an Hochschulen immer nur über Projektfinanzierung gefördert werden.

Ausblick mit Denkstoff

Da ich mal wieder spät dran bin, stehe ich schon wieder kurz vor der nächsten Präsenzphase meines Studiums. Nächste Woche findet die erste Methodenwerkstatt statt, bei der wir in die Geheimnisse des Design-Based Research eingeführt werden, nach dessen Grundsätzen wir unser mehrsemestriges Projektstudium durchführen werden. Ich habe bereits eine erste zaghafte Idee für ein Projekt, die in der Projektwerkstatt hoffentlich weiter reifen wird. Es geht – Überraschung! – um Open Access, und wahrscheinlich speziell um Open Access für Studierende bzw. Nachwuchswissenschaftler*innen.

Ich habe es natürlich prompt versäumt, meine ersten (freiwilligen) Aufgaben für das Studium rechtzeitig einzureichen – ich gelobe allerdings hiermit unter Zeugen, dass ich die Texte noch schreiben und hier im Blog veröffentlichen werde. Vielleicht setzt mich diese Ankündigung ausreichend unter Druck, dass ich es auch wirklich tun werde. 😉

Und sonst: It’s that time of year …

Endlich ist es wieder so weit! Die Biathlon-Saison hat begonnen. Passend dazu habe ich einen Podcast-Tipp: Die letzten beiden aktiven unter meinen Lieblingsathleten zeichnen zusammen das Biathlon-Doppelzimmer auf.

Und hier noch die Auflösung zum Zitat am Anfang des Textes – ein Lied, das phasenweise mein Lebensgefühl gut beschreibt (leider in grauenhafter Qualität): Mach das Licht aus, wenn du gehst. Immerhin ein mächtig‘ Flügelpaar. In diesem Sinne, eine schöne Vorweihnachtszeit!

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