Monatsnotiz

Monatsnotiz Oktober 2020

Eine Katze frisst den ganzen Tag
Damit es ihr gut geht, will sie fressen

Helge Schneider, “Katzeklo”

openaccess.nrw

Wirklich viel, über das ich berichten könnte, ist im Oktober nicht passiert. Die meiste Zeit habe ich dem Antrag gewidmet, den wir im Projekt openaccess.nrw vorbereiten – das ist kein Geheimis, denn der Antrag für ein anschließendes Hauptprojekt war von Anfang Teil des letzten Arbeitspakets. Ob und in welcher Form es umgesetzt wird, steht aber natürlich noch nicht fest, und die Weichen hierfür stellen wir gerade. Damit wir nicht noch über Weihnachten mit dem Antrag beschäftigt sind, werden im November entsprechende Stunden anfallen.

Im Kolloquium Wissensinfrastruktur der UB Bielefeld habe ich über das Projekt und die Ergebnisse der Erhebungen berichtet – die Folien dazu gibt es hier.

stARTcamp meets HOOU

Beim diesmal virtuellen stARTcamp meets HOOU haben Christian Friedrich und ich eine Session zu Domain of One’s Own angeboten, die zwar nicht gerade überlaufen war, in der es aber eine schöne Diskussion gab. Zuvor hielt Mercedes Bunz eine Keynote, bei der ich das erste Mal seit langem das Gefühl hatte, dass jemand so über KI spricht, dass ich es nicht nur wirklich verstehe, sondern auch das Verständnis teile. Die Aufzeichnung ist hier zu finden.

Und sonst so …

Ich habe es endlich gewagt und eine Katze adoptiert – bisher haben mich befristete Verträge und drohende Umzüge immer davon abgehalten, aber nun dachte ich mir, dass ich dann vermutlich ewig warten kann. Auch mit Katzen kann man umziehen, und die Umstände für die Eingewöhnung sind im Homeoffice nunmal ideal. Das Bild zeigt meine Katze Cleo, wie sie sich an den Läufer in der Küche gewöhnt.

Apropos Homeoffice: Mit den erneuten Einschränkungen (es widerstrebt mir, das Ganze “Lockdown” oder auch nur “Lockdown light” zu nennen) wird mir einmal mehr klar, wie privilegiert meine derzeitige Situation ist. Trotz befristeter Verträge und Drittmittelfinanzierung habe ich mir nicht einen Moment Sorgen gemacht, wegen Corona meine Stelle zu verlieren. In meiner kuscheligen ÖD-Stelle habe ich auch keine Sekunde befürchtet, mein Gehalt nicht zu bekommen oder auf Kurzarbeit umgestellt zu werden. Zudem habe ich das Glück, an einer Hochschule zu arbeiten, deren Präsidium lieber auf Nummer sicher geht – ich arbeite seit März im Homeoffice, und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Als Angehörige einer Risikogruppe bin ich sehr froh, mein Risiko komplett selbst in der Hand zu haben, und so ändert sich für mich mit den neuen Regeln rein gar nichts. Ich würde mir wünschen, dass wieder mehr Arbeitgeber:innen Homeoffice ermöglichen, denn wenn immer noch Massen von Menschen regelmäßig ihr Haus verlassen müssen, sehe ich nicht, wie der sogenannte Lockdown light die Zahlen wirklich runterbringen soll.

Ausblick

Am 10. November werden ein Kollege von der UB Bielefeld und ich einen Lightning Talk bei der DINI-Veranstaltung Fünf Jahre Kerndatensatz Forschung im deutschen Wissenschaftssystem – Umsetzung, Entwicklungen und Perspektiven halten, in dem wir ein paar Ideen zur Optimierung des Zusammenspiels von Open-Access-Services und Forschungsinformationssystemen vorstellen.

Und zuletzt noch etwas Musik …